Fangarten

Nachhaltigkeit ist in Alaska nicht nur ein Trend sondern ein Grundsatz zur Sicherung der Zukunft. Daher wird Fisch nur unter strengen Auflagen gefischt. Um die Fangmengen zu kontrollieren und Beifang auf ein absolutes Minimum zu reduzieren sind in Alaska nur ausgesuchte Methoden des Fischens erlaubt.

 

 

Trolling – Eine einzigartige Fischfangmethode

Trolling ist eine über 100 Jahre alte Fischfang-Tradition Alaskas. Das umweltschonende Konzept ist einzigartig und wird in dieser Weise fast nirgendwo auf der Welt betrieben. Die Trolling-Fischerei ist einer der wichtigsten Arbeitgeber des Staates und bietet mehr Arbeitsplätze als jegliche andere der Region. Das kommt vor allem kleinen Gemeinden zugute. Die Anzahl der Troller ist vom Staat Alaska begrenzt und wird streng überwacht, wobei 85 % der Lizenzinhaber Bewohner der Region sind.

Troller sind kleine Fischerboote, die von ein bis zwei Mann betrieben werden können. Im Unterschied zu Netz-Fischereien dürfen sie auch im offenen Meer auf Lachsfang gehen. Die Fischer bestücken Fangleinen mit Haken und Ködern, wodurch nur einzelne Exemplare gefangen werden. Zudem wird Beifang, der immer wieder in die großen Netze der Trawler gerät, komplett vermieden. Trolling macht nur 10 % der Fangmenge Alaskas aus, allerdings wird die geringe Quantität mit sehr hoher Qualität aufgewogen. Die Größe der Fische ist zwar etwas kleiner, der Lachs wird jedoch gefangen bevor er seine letzte Reise zu den Laichgründen antritt und ist somit voller Kraft und Vitalität.
Auch die Verarbeitung der Wildlachse ist wesentlich schonender als bei herkömmlichen Fangmethoden. Der Fang wird direkt an Bord ausgenommen und auf Eis gelagert. Hierbei berührt kein Lachs den anderen. Fast der gesamte Fang der Troller wird als frische, gefrorene oder geräucherte Ware verkauft und ist aufgrund seiner für die Umwelt und Bestände schonenden Fangmethoden sehr wertvoll.

 

Kiemennetze

Alaskas Gesetze bestimmen, dass Kiemennetz-Boote in der Bristol Bay nicht länger als 9,75 Meter sein dürfen. Außerhalb der Bristol Bay messen die meisten 9,75 bis 12,80 Meter. Die Treibnetze sind 275 bis 550 Meter lang; die spezifische Länge wird vom Staat Alaska aus Gründen des Fischereimanagements festgelegt.

 

Ringwadennetze

Ringwaden-Schiffe sind grundsätzlich größer als Treibnetz-Boote. Alaskas Gesetze verbieten aber Längen von über 17,60 Meter. Eine Ringwade ist ein Netz, das im Kreis ausgeworfen wird und unten zugezogen werden kann.

 

Fischfallen

Die großen Käfige aus Stahlrahmen sind mit einem Netzgeflecht überzogen. Die mit einem Köder ausgestatteten Fischfallen werden auf dem Meeresboden platziert und sind durch eine Leine mit einer Boje an der Oberfläche verbunden. Schiffe, die mit solchen Käfigen arbeiten, sind in etwa so groß wie Langleinenkutter. Die Fischer bergen die Fallen und entlassen Nichtfangarten lebendig wieder ins Meer.

 

Langleinen

Die Langleinen-Ausrüstung besteht aus einer auf dem Meeresboden liegenden Hauptleine. In regelmäßigen Abständen sind an dieser Haken angebracht, die mit Ködern bestückt sind. Die Kutter sind kleiner als Schleppnetzboote. Langleinenfischer können gezielt bestimmte Arten befischen und Beifang lebendig zurücksetzen.

 

Schleppnetze

Beim Fischen mit Schleppnetzen wird ein großes, trichterförmiges Netz hinter einem Schiff hergezogen. Schleppnetz-Kutter machen den größten Teil von Alaskas Weißfisch-Fangflotte (besonders Alaska Seelachs) aus.

 

Ruckelleinen

Die Ruckleinentechnik ist eine Haken-und-Leinen-Methode. Eine Elektromaschine lässt die Taue mit künstlichen Ködern auf und ab zucken. Jede dieser Maschinen hat bis zu fünf Leinen, woran bis zu 30 Haken befestigt sind. Die Schiffe sind in etwa so groß wie kleinere Reusen- oder Langleinenkutter. Die gefangenen Fische werden selektiert und Beifang auf eine Minimum reduziert.